Lafite und Premiers Grand Crus Preise stagnieren bei Weinauktionen
Dass die exorbitanten Preise von Lafite Rothschild und Co. im Jahr 2010 eine "Blase" sein könnten war nicht nur Insidern bekannt. Die Nachfrage aus Asien war entsprechend und so stiegen die Preise für die Besten der Besten um bis zu 75% in 3 Jahren. 2011 war von Beginn an ein Krisenjahr. Ein Rettungschirm (für Viele das Unwort des Jahres) jagte den nächsten. Die Aktienkurse waren von einer ungewohnten Volatilität gekennzeichnet. Entsprechend verhielten sich auch die Auktionspreise bei Wein. Die Preise für Lafite Rothschild erreichten im letzten Quartal 2010 den Höchststand. Seither sind diese im freien Fall, was an einem Beispiel verdeutlicht werden kann. Im Oktober 2010 wurde eine Kiste (12 Flaschen) Lafite Rothschild 1982 bei einer Auktion in Hongkong für $ 132.700 (ca. EUR 102.000) versteigert. Ein Jahr später konnte man ebnefalls eine Kiste dieses Weins um nur $ 36.100 (ca. EUR 28.000) kaufen. Dafür stiegen im selben Zeitraum die Preise für die Top-Weine aus Burgund um ein Vielfaches. Die Aufmerksamkeit der Asiaten galt ab sofort diesem Anbaugebiet. Romanee Conti, Armand Rousseau, Comte de Vogue und andere elitäre Produzenten erzeugen allerdings nur einen Bruchteil der Menge Ihrer Kollegen aus Bordeaux. Und so nimmt sich der Preis für eine Flasche Chambertin Clos de Beze von Rousseau mit ca. EUR 600.- immer noch bescheiden gegen die EUR 1850.- eines Lafite 2000 aus. In D-Mark oder österreichische Schillinge bitte ich diese Summen für eine Flasche Wein nicht umzurechnen!